Teleskope

Die drehbare Kuppel, die im Sommer 1991 & 2013 dankenswerterweise durch die Universität rekonstruiert wurde, hat einen Durchmesser von 6 Metern. Sie befindet sich in einer Höhe von 35 m, wodurch ein Rundumblick über Greifswald, über den Greifswalder Bodden und bis zur Insel Rügen möglich ist.

 

Das Herzstück der Sternwarte bildet das von CARL ZEISS JENA hergestellte Doppelteleskop, welches in dieser Variante weltweit einmalig ist. Der 1924 gefertigte Refraktor (Linsenteleskop, Serien# 11 800 B) besitzt einen Durchmesser von 20 cm und eine Brennweite von 3 Meter. Es dient als Leitrohr und wird für die praktischen Beobachtungen verwendet.

 

Er wurde 1935 um einen Reflektor (Spiegelteleskop) erweitert, der einen Durchmesser von 40 cm und eine Brennweite von 9,6 Meter aufweist (NEWTON 400/6400, Serien# 16 379). Der Spiegel wurde nur für fotografische Aufnahmen genutzt, insbesondere in der Erforschung von Sternen, die ihre Helligkeit verändern. Beide Fernrohre werden durch einen Sucher komplettiert.

 

Auf einem gemeinsamen Stativ mit parallaktischer (deutscher) Montierung folgen sie dem Nachthimmel mit einer rein mechanisch-automatischen Nachführung, d.h. über einen Fliehkraftregler. Neben dem erwähnten Hauptinstrument gehören zur Ausstattung noch ein mobiles SCHMIDT-CASSEGRAIN-Spiegelteleskop (200/1260) der Firma MEADE sowie ein Schulfernrohr  „Telementor“ (63/840).

 

Für eine direkte Beobachtung von Sonnenprotuberanzen (Sonneneruptionen) steht ein Quantum H-alpha-Filter (Wellenlänge: 656,28 nm, spektrale Auflösung: 0,7 Angström) der Firma DayStar Filters zur Verfügung.